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Akkordeon
Dass wir mit Musizieren und Singen große Freude verbreiten, wissen wir in der Altenpflegefamilie schon lange. Unter dem Motto zum Beispiel „Raten von Schlagern nach 1920“ gestalten wir immer wieder Vor- oder Nachmittage. Zum einen wollen wir mit unserer musikalischen Einlage etwas Ablenkung und Freude verbreiten, zum anderen den einen oder anderen Mitbewohner zum Mitsingen anregen.

Die Damen können in der Regel fast immer mitsingen, die Herren raten dann schon mal den Interpreten. Wenn es aber dann um Volkslieder geht, können fast alle mitsingen und vor allem die Texte rezitieren. Es scheint, dass die Jugend von Anno 1935 wohl viel mehr gesungen und auch gerne musiziert hat, als die jungen Menschen heutzutage. Wenn wir dann so richtig im Element sind, kann es vorkommen, dass der eine oder andre sogar das Tanzbein schwingt.

Ein Akkordeon ist überall und vor allem ohne Strom jederzeit einsetzbar. Etwas komplizierter ist es mit unserem Keyboard. Mit diesem Instrument lassen sich aber schnell tolle Arrangements verwirklichen. Besonders gefallen die mitlaufenden Parkascheninstrumente. Unser Favorit in Sachen begleitendes Instrument ist und bleibt jedoch das Akkordeon. Mit orphischen Instrumenten erreichen wir zusätzlich den einen oder anderen zum aktiven Mitmusizieren. Auch blasen so manche mit Inbrunst ihre eigene Mundharmonika.

Selbst gesungene und live gespielte Musik gefällt und wirkt auch bei Schwerhörigen und teilweise kognitiv reduzierten Menschen. Auch uns als Akteure gefällt es sehr zu sehen, wie unsere Bemühungen aufgenommen werden, sich in den Gesichtern unserer Mitbewohner Freude ausbreitet und so mancher glücklicher und harmonischer seinen Tag erlebt. Ja, sogar Schmerzen vergehen oder lindern sich. 

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