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Für pflegende Angehörige und Partner

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Pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige haben ein Recht auf Rahmenbedingungen, die ihnen eine qualitativ hochwertige Pflege ermöglichen und die ihre eigenen Ressourcen soweit wie möglich schonen. (Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD) Berlin) Pflegende Angehörige brauchen auch Ruhe vom Pflegealltag, sprich Urlaub. Pflegende Angehörige müssen entlastet werden, denn:

  • Pflege bedeutet häufig Rufbereitschaft rund um die Uhr. Freie Zeit, eigene private Pläne und soziale Kontakte schwinden,
  • Tagesablauf, Ruhe und Schlaf sind fremdbestimmt. Nächtliche Störungen kommen hinzu,
  • schweres Heben, enge Räume, fehlende Hilfsmittel und ein Mangel an Fachkenntnissen belasten die Gesundheit,
  • räumliche Nähe, Abhängigkeit und eingefahrene Beziehungsmuster führen zu Aggressionen und Unzufriedenheit,
  • Entscheidungen, finanzielle Lasten, zusätzliche Hausarbeit und Arztbesuche machen Anspannung zum Dauerzustand,
  • Schwerstarbeit und fehlende Anerkennung schwächen den Körper bis hin zu ausgeprägten körperlichen und seelischen Erkrankungen.

Seit 2000 bauen wir unser Angebot im Rahmen der betreuten Ferien auch für pflegende Angehörige besonders aus. Angehörige, Begleiter und Partner, können dauerhaft oder kurzzeitig am betreuten Ferienaufenthalt teilnehmen. Hierfür bieten wir spezielle Familienwohnungen und Appartements an. Die Appartements und Wohnungen sind voll ausgestattet. Somit ist auch eine Eigenversorgung möglich.

Wenn gewünscht, beraten wir Sie vor und während eines betreuten Ferienaufenthaltes, gerne mit und in den folgenden Tipps für pflegende Angehörige, Partner und Freunde:

  • Informieren Sie sich umfassend über den Gesundheitszustand und die vorhandenen Fähigkeiten des Pflegebedürftigen.
  • Beziehen Sie sowohl den Pflegebedürftigen als auch Ihre Familie in alle Entscheidungen mit ein.
  • Fördern Sie die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen so weit wie möglich.
  • Passen Sie die Wohnung nach Möglichkeit an die Pflegesituation an.
  • Informieren Sie sich auch über mögliche Hilfsmittel, die dem Pflegebedürftigen eine größere Selbstständigkeit geben bzw. Ihnen die Arbeiten (z. B. Heben) erleichtern.
  • Sie müssen nicht jede Arbeit selbst erledigen. Nehmen Sie Hilfe von anderen Menschen an und/oder arbeiten Sie mit professionellen Institutionen zusammen. Pflege ist harte Arbeit. Sie brauchen sich für die
  • Inanspruchnahme von Hilfen nicht zu schämen!
  • Planen Sie Entlastungen von der Pflege und Freizeit bewusst ein und verzichten Sie nicht darauf.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit der Pflegevertretung bzw. Ersatzpflege, um selbst Urlaub von der Pflege zu machen.
  • Informieren Sie sich über Rechtsansprüche (z. B. Pflegezeit, kurzzeitige Arbeitsverhinderung, Tages- und Kurzzeitpflege) und finanzielle Unterstützungen (z. B. Pflegegeld).
  • Nutzen Sie Informationsveranstaltungen und Schulungen zur Pflege zu Hause. Sie erhalten fachliche, praktische und emotionale Unterstützung.
  • Suchen Sie Austausch in Angehörigengesprächsgruppen und Selbsthilfegruppen.
  • Bedenken Sie, dass die Pflege Ihres Angehörigen nur ein Teil Ihres Lebens ausmacht und pflegen Sie auch weiterhin Ihre Freundschaften und Hobbys.  (Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD) Berlin).
 Zu den Informationen für Mitreisende Angehörige, Partner und Freunde:

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